CFTC verklagt KuCoin wegen des Betriebs illegaler Derivate auf digitale Vermögenswerte Börse.
Veröffentlichungsdatum: 2024-03-26
Washington, D.C. — Die Rohstoff-Futures-Handelskommission (CFTC) gab heute bekannt, dass sie vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York eine zivilrechtliche Durchsetzungsklage eingereicht hat, in der Mek Global Limited, PhoenixFin PTE Ltd., Flashdot Limited und Peken Global Limited, die gemeinsam eine zentralisierte Börse für digitale Vermögenswerte unter dem Namen KuCoin betreiben, wegen mehrfacher Verstöße gegen das Rohstoff-Börse-Gesetz (CEA) und die CFTC-Vorschriften angeklagt werden.
Die Klageschrift wirft KuCoin vor, rechtswidrig außerhalb der Börse durchgeführte Rohstoff-Futures-Transaktionen sowie gehebelte, auf Margin beruhende oder finanzierte Einzelhandels-Rohstofftransaktionen abgewickelt zu haben; Aufträge für Rohstoff-Futures, Swaps und gehebelte, auf Margin beruhende oder finanzierte Einzelhandels-Rohstofftransaktionen eingeworben und angenommen zu haben, ohne sich bei der CFTC als Futures-Kommissionshändler (FCM) zu registrieren; es versäumt zu haben, seine FCM-Aktivitäten sorgfältig zu überwachen; eine Einrichtung für den Handel oder die Abwicklung von Swaps betrieben zu haben, ohne sich bei der CFTC als Swap-Ausführungsplattform (SEF) oder designierter Kontraktmarkt (DCM) zu registrieren; und es versäumt zu haben, ein wirksames Kundenidentifikationsprogramm (CIP) umzusetzen.
In dem fortlaufenden Rechtsstreit gegen KuCoin beantragt die CFTC die Abschöpfung unrechtmäßig erlangter Gewinne, zivilrechtliche Geldstrafen, dauerhafte Handels- und Registrierungsverbote sowie eine dauerhafte Unterlassungsverfügung gegen weitere Verstöße gegen das CEA und die CFTC-Vorschriften, wie angeklagt.
„Zu lange haben einige Offshore-Krypto-Börsen ein inzwischen bekanntes Muster befolgt, indem sie Derivatprodukte anboten und fälschlich behaupteten, Menschen in den Vereinigten Staaten könnten ihre Plattformen nicht nutzen, obwohl in Wirklichkeit jeder in den USA mit gängiger Technologie handeln kann, ohne grundlegende Informationen zur Kundenidentifizierung anzugeben“, sagte Ian McGinley, Direktor der Durchsetzungsabteilung. „Wie die heutige Maßnahme der CFTC und ihre früheren Durchsetzungsmaßnahmen deutlich machen, sollte die Vorgehensweise der CFTC nun ebenfalls vertraut sein – die CFTC wird solche Unternehmen anklagen, weil sie es versäumt haben, sich bei der CFTC zu registrieren und die Vorschriften der Behörde einzuhalten, die US-Kunden schützen und Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche verhindern und aufdecken“, fuhr McGinley fort.
Fallhintergrund
Der Beschwerde zufolge bot KuCoin von etwa Juli 2019 bis etwa Juni 2023 Personen in den USA Warenderivate sowie gehebelte, mit Margen versehene oder finanzierte Warentransaktionen an und führte diese für sie aus, und unterließ es, die erforderlichen Compliance-Verfahren zur Kundenidentifizierung (KYC) einzuführen. Die Beschwerde behauptet ferner, dass diese Verfahren, obwohl KuCoin vorgab, KYC-Verfahren eingeführt zu haben, nur zum Schein bestanden und nicht verhinderten, dass US-Kunden auf der Plattform Warentermingeschäfte und Derivate handelten.
Die Beschwerde behauptet außerdem, dass Personen, die sich selbst als US-Kunden bezeichneten, auf der Börse Waren-Futures, Swaps und gehebelte, mit Margen versehene oder finanzierte Warentransaktionen handeln durften, unter Verstoß gegen die CEA- und CFTC-Bestimmungen. KuCoin hat es versäumt, während des relevanten Zeitraums IP-Adressbeschränkungen einzuführen, um US-Kunden am Handel mit Warentermingeschäften zu hindern, oder gängige Technologien wie virtuelle private Netzwerke (VPNs) zu berücksichtigen, die IP-Adressbeschränkungen möglicherweise umgehen könnten.
Zusammenhängendes Strafverfahren
In einem gesonderten Strafverfahren erhob das Büro des US-Staatsanwalts für den südlichen Bezirk von New York Anklage gegen PhoenixFin PTE Ltd., Flashdot Limited und Peken Global Limited und legte ihnen zur Last, gegen das Bankgeheimnisgesetz verstoßen zu haben, ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsgeschäft betrieben zu haben und sich verschworen zu haben, gegen das Bankgeheimnisgesetz zu verstoßen und ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsgeschäft zu betreiben.
* * * * * * * Die für diese Angelegenheit zuständigen Mitarbeiter der Division of Enforcement sind Christopher Giglio, Andrew Rodgers, Jack Murphy, K. Brent Tomer, Lenel Hickson, Jr., und Manal M. Sultan..
Ursprüngliche Offenlegung
Washington, D.C. — The Commodity Futures Trading Commission today announced it filed a civil enforcement action in the U.S. District Court for the Southern District of New York charging Mek Global Limited, PhoenixFin PTE Ltd., Flashdot Limited, and Peken Global Limited, which collectively operate a centralized digital asset exchange under the name KuCoin, with multiple violations of the Commodity Exchange Act (CEA) and CFTC regulations. The complaint charges KuCoin illegally dealt in off-exchange commodity futures transactions and leveraged, margined, or financed retail commodity transactions; solicited and accepted orders for commodity futures, swaps, and leveraged, margined, or financed retail commodity transactions without registering with the CFTC as a futures commission merchant (FCM); failed to diligently supervise its FCM activities; operated a facility for the trading or processing of swaps without registering with the CFTC as a swap execution facility (SEF) or designated contract market (DCM); and failed to implement an effective customer identification program (CIP). In its continuing litigation against KuCoin, the CFTC seeks disgorgement, civil monetary penalties, permanent trading and registration bans, and a permanent injunction against further violations of the CEA and CFTC regulations, as charged. “For too long, some offshore crypto exchanges have followed a now-familiar playbook by offering derivative products and falsely claiming people in the United States cannot use their platforms, when in reality, anyone in the U.S. with commonly used technology can trade without providing basic customer identifying information,” said Director of Enforcement Ian McGinley. “As made clear by the CFTC’s action today and its previous enforcement actions, the CFTC’s playbook should also now be familiar – the CFTC will charge such entities with failing to register with the CFTC and failing to comply with the agency’s rules that protect U.S. customers and prevent and detect terrorist financing and money laundering,” McGinley continued. Case Background According to the complaint, KuCoin offered and executed commodity derivatives and leveraged, margined, or financed commodity transactions to and for people in the U.S. from approximately July 2019 to approximately June 2023, and failed to implement required know-your-customer (KYC) compliance procedures. The complaint further alleges that although KuCoin claimed to have implemented KYC procedures, those procedures were a sham and did not prevent U.S. customers from trading commodity interests and derivatives on the platform. The complaint also alleges people who identified themselves as being U.S. customers were permitted to trade commodity futures, swaps, and leveraged, margined, or financed commodity transactions on the exchange, in violation of the CEA and CFTC regulations. KuCoin failed to impose any IP address restrictions during the relevant period to prevent U.S. customers from trading commodity interests or account for commonly used technology such as virtual private networks (VPNs) that could potentially circumvent IP address restrictions. Related Criminal Action In a separate criminal matter, the U.S. Attorney’s Office for the Southern District of New York filed an indictment against PhoenixFin PTE Ltd., Flashdot Limited, and Peken Global Limited charging them with violating the Bank Secrecy Act, operating an unlicensed money transmitter business, and conspiracy to violate the Bank Secrecy Act and operate as an unlicensed money transmitter business. * * * * * * * The Division of Enforcement staff responsible for this matter are Christopher Giglio, Andrew Rodgers, Jack Murphy, K. Brent Tomer, Lenel Hickson, Jr., and Manal M. Sultan.

