Goldman Sachs: Japan verfügt über 1 Billion USD Reserve, weitere Yen-Interventionen möglich?
Japan hat laut Goldman Sachs noch genug USD-Reserven, um erneut am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Bank schätzt, dass Tokio fast 1 Billionen USD an Reserven hält. Davon liegen etwa 200 Milliarden USD als Bargeld oder in barwertnahen Anlagen bereit. Diese Reserve ist wichtig, weil der Yen bereits einen Großteil der Kursgewinne vom letzten Monat wieder abgegeben hat. Die Währung fiel diese Woche wieder in Richtung 160 je USD zurück und hat damit etwa die Hälfte der Erholung nach der Intervention verloren. Gesponsert Gesponsert Warum Goldman erneute Maßnahmen für möglich hält Goldman-Sachs-Strategin Karen Fishman sprach darüber im Exchanges-Podcast der Bank. Sie erklärte, dass Japan gar nicht den Großteil dieser Summe benötigen würde, um den Eingriff vom Juli zu wiederholen. Sie verwies zudem auf die FIMA-Repo-Fazilität der US-Notenbank, die Zentralbanken erlaubt, USD gegen US-Staatsanleihen zu leihen. Dadurch könnte im Bedarfsfall die gesamte Reserve von 1 Billionen USD verfügbar sein, sodass Japan keine Anleihen am freien Markt verkaufen müsste. Diese Möglichkeit änderte bereits letzte Woche das Sentiment der Trader. Sobald die Kunden erkannten, dass über die Fazilität die vollen Reserven nutzbar wären, wuchs die Zuversicht gegenüber dem Yen. Praneet Shah, Goldmans Leiter für Währungsoptionshandel, betonte dies im Podcast. Der Zinsunterschied als Ursache für den schwachen Yen Gesponsert Gesponsert Shah zufolge ist der eigentliche Auslöser